Region Weilheim

Februar 2011

Johann Schöpf verstorben

Am 02. Februar verstarb im Alter von 90 Jahren unser ehemaliges Innungsmitglied Johann Schöpf, Metzgermeister und Gastwirt aus Wielenbach. Mitglieder der Metzgerinnung Oberland nahmen an der Trauerfeier teil und erwiesen ihm die letzte Ehre.

Januar 2011

Innungsmitglied Jakob Weichart verstorben 

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Nur wenige Tage nach seinem 84. Geburtstag verstarb am 28. Januar Jakob Weichart sen. , Metzgermeister und Postwirt aus Raisting. Zahlreiche Kollegen aus der Region waren zur Trauerfeier erschienen und erwiesen ihm die letze Ehre.

Das "Weilheimer Tagblatt" überlies uns einen Nachruf.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Juni 2010

Innungsmitglied Josef Richter verstorben

Am 02. Juni 2010 verstarb nach längerer Krankheit unser Innungsmitglied Metzgermeister Josef Richter aus Pähl. Zahlreiche Innungsmitgleider fanden sich zur Trauerfeier ein. Wir werden Ihn stets in anerkennendem Gedenken bewahren.

 

Mai 2008

Garmischer (86) ersteigerte Schlachthof

Ehemaliger Bauunternehmer bietet rund 350 000 Euro - Gebäude soll verpachtet werden

VON BRIGITTTE GRETSCHMANN
Weilheim - Am 09. Mai 2008 um 9.51 Uhr war die Sensation perfekt: Anders als von vielen Beobachtern vermutet, ging der Weilheimer Schlachthof beim ersten Versteigerungstermin weg. Der 86-jährige Johann Baier aus Garmisch-Partenkirchen, eigenen Aussagen zufolge Diplom-Ingenieur und ehemaliger Bauunternehmer, bot die Summe von rund 350 000 Euro. Damit lag er zwar weit unter dem Schätzwert von 700 000 Euro, doch wie Rechtspfleger Michael Hurm sagt, reicht ein Gebot über 50 Prozent dieses Wertes aus, sofern die Hauptgläubiger, in diesem Fall die IKB-Bank, die zusammen mit dem Freistaat Bayern die Versteigerung angestrengt hatte, diesem zustimmt. Und sie stimmte zu „99 Prozent" zu, wie deren Vertreterin nach telefonischer Rücksprache bei dem Termin im Weilheimer Amtsgericht sagte. Kommenden Freitag soll um 9.15 Uhr der endgültige Zuschlag erfolgen. Was Baier mit dem Schlachthof vorhat, ist vage. Er wolle die Gebäude verpachten, sagte er gegenüber der Heimatzeitung. Interesse an dem 0,6 Hektar großen Areal im Paradeis, auf dem der um 1980 erbaute und 1997 erweiterte Schlachthof mit einer Nutzfläche von 2900 Quadratmetern steht, hatten auch andere Besucher der Versteigerung, unter ihnen ein Weilheimer Immobilienmakler. Denn allein das Grundstück ist laut Sachverständigengutachten rund 635 000 Euro wert, die seit 2001 leerstehenden Gebäude allerdings sind laut Gutachten in marodem Zustand. Darüber hinaus ist vor gut zwei Wochen auf Betreiben der „Raiffeisenbank im Allgäu" - sie hat eine von zahlreichen der insgesamt in Millionenhöhe gehenden Grundschulden im Grundbuch eingetragen - mit Einverständnis der IKB-Bank, aber ohne Zustimmung des Freistaates Bayern, ein Teil der Maschinen versteigert worden, deren Kauf vom Freistaat kräftig gefördert worden war. Zu der Versteigerung, die um 9 Uhr begann, war fast nur Fachpublikum erschienen: ein Vertreter des Landwirtschaftsamtes war ebenso darunter wie Vertreter von Gläubigern und einige jener alteingesessenen Metzger, die einst dazu beitrugen, dass der Schlachthof überhaupt gebaut wurde. Und noch einer saß in den Reihen der Zuschauer: Bernd Stange, Managing Director von vionfood, jenem Konzern, zu dem auch die Großschlächterei „Moksel" in Buchloe gehört. Warum der so hohe Firmenrepräsentant ins kleine Weilheim gekommen war, war nicht in Erfahrung zu bringen. Er sei als Beobachter hier, sagte Stange nur. Leer ausgehen werden nach dieser Versteigerung Freistaat und EU, die von der Schlachthof GmbH Subventionen von über 1,6 Millionen Euro zurückforderten.

 KOMMENTAR

Invest- und Subventionsruine:
Nach wechselvoller Geschichte wurde der Weilheimer Schlachthof nun für rund 350 000 Euro versteigert. Viele Fragen offen Nach dem Trauerspiel „Weilheimer Schlachthof, ein Drama in x-Akten" mag mit der Versteigerung der Vorhang gefallen sein, doch viele Fragen sind offen. Wie kann es sein, dass ein von EU und Freistaat aus Steuermitteln subventioniertes Unternehmen dermaßen - gezielt? - heruntergewirtschaftet wird und der Staat dann leer ausgeht? Gibt's da keine Aufsicht, die rechtzeitig die Notbremse zieht? Jetzt jedenfalls steht im Paradeis eine Ruine, in die ambitionierte Einheimische fast ihr ganzes Vermögen gesteckt haben. Und an der sich andere eine goldene Nase verdient haben. Denn irgendwo muss das viele Geld, das in Form von Zuschüssen vom Staat und als Millionenkredite von Banken gewährt wurde, geblieben sein. Brigitte Gretschmann erreichen Sie unter brigitte.gretschmann@merkur-online.de

Quelle: Weilheimer Tagblatt, 10. Mai 2008

Schlachthof unter dem Hammer

Weilheim – Am 9.Mai kommt es zur Zwangsversteigerung von Weilheims größter Investruine, dem Schlachthof.

Als Modellprojekt für Regional-und Ökovermarktung gefeiert und großzügig gefördert, geht der Weilheimer Schlachthof nun einem unrühmlichen Ende entgegen: Die seit acht Jahren stillgelegte Anlage wird zwangsversteigert. Der Verkehrswert wird auf 700000 Euro geschätzt. Dabei dürfte aber vor allem das im Gewerbegebiet Paradeis gelegene Grundstück für Käufer von Interesse sein. Von der Versteigerung erhofft sich auch der Freistaat Bayern ein wenig: Er butterte mit der EU 900000 Euro in das Projekt, die er nun mit Zinsen zumindest zu einem Teil zurückhaben möchte. Die Chancen dafür stehen allerdings schlecht: Zu einen steht eine Bank an erster Stelle im Grundbuch, zum anderen beläuft sich die staatliche Rückforderung mit Zinsen inzwischen auf 1,6 Millionen Euro.

Quelle: Weilheimer Tagblatt, 02. April 2008

 

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